Magenbypass

Die Standard-Operationsmethode für einen Magenbypass trägt den medizinischen Fachbegriff "Roux-en-Y-Magenbypass". Es gibt verschiedene Modifikationen dieser Operationstechnik, die von Medizinern im In- und Ausland praktiziert werden, sie basieren allerdings allesamt auf einem identischen Grundprinzip: Es wird auf operative Weise ein so genannter "Magenpouch" geschaffen, also ein künstlich miniaturisierter Magen, der nach der Operation dafür sorgt, dass nun deutlich weniger Nahrung aufgenommen werden kann.

Dieser "neue" Magen wird anschließend mit einer Schlinge des Dünndarms verbunden, ein weiterer Dünndarm-Abschnitt bekommt im Gegenzug die Aufgabe zugewiesen, die zur Verdauung nötigen Säfte zu transportieren. Nahrung und Verdauungssäfte verlaufen so eine Weile getrennt ("Bypass") und werden erst zu einem relativ späten Zeitpunkt wieder zusammengeführt.

Eine normale verlaufende Magenbypass-Operation dauert in der Regel zwischen sechs und sieben Stunden, wird selbstverständlich unter Vollnarkose durchgeführt und ist dementsprechend belastend für den Körper der Patientin oder des Patienten. Eine solch umfangreiche und invasive Operation ist natürlich risikobehaftet.

 

Die Risiken eines Magenbypasses

Neben den generellen Operationsrisiken, wie Infektionen, medizinischen Kunstfehlern oder geschädigten Organen, bestehen bei einer Magenbypass-Operation darüber hinaus noch einige weitere Risiken. Zu diesen zählen Thrombosen, Embolien, Lecks in den Nähten der neuen Magenform und Blutungen.

Patienten, die bereits Operationen im Magenbereich hinter sich haben, weisen in der Regel ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen aller Art auf. Zu den bekannten akuten Risiken im unmittelbaren Nachgang einer Magenbypass-Operation gehört das gefürchtete "Dumping-Syndrom", wem bei diesem prägnanten Namen schon Böses schwant, liegt leider richtig:

Unter der Bezeichnung Dumping-Syndrom ist nämlich die so genannte Sturzentleerung von fester bzw. flüssiger Nahrung aus dem Magen in den Dünndarm zu verstehen. Unterschieden wird zwischen Früh- und Spätdumping, je nachdem zu welchem Zeitpunkt die Entleerung erfolgt.

Zu den mittelfristigen Risiken, die in den ersten Wochen nach einer Operation mit einem Magenbypass auftreten können, zählt in erster Linie eine so genannte Nahtschrumpfung, die umgehend im Rahmen einer ambulanten Nachbehandlung korrigiert werden muss.

Auch langfristige Risiken eines Magenbypasses können auftreten, sind aber glücklicherweise äußerst selten. Zu diesen gravierenden Operationsrisiken zählen unter anderem Magengeschwüre und Darmverschlüsse. Weniger schwerwiegend, dafür umso häufiger ist das Auftreten von Nierensteinen.

Um all diese Risiken eines Magenbypasses möglichst zu minimieren, gehören eine aufmerksame Selbstkontrolle der Patienten und natürlich auch regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen durch einen qualifizierten Mediziner zum Pflichtprogramm.

 

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